Dissozialität bei Persönlichkeitsstörung oder -problematik
Definition
Das Hauptmerkmal der Merkmalsdomäne "Dissozialität" ist die Missachtung der Rechte und Gefühle anderer, was sowohl Selbstbezogenheit als auch mangelnde Empathie umfasst. Zu den häufigsten Erscheinungsformen von Dissozialität, die möglicherweise nicht alle gleichzeitig bei einer Person auftreten, gehören: Selbstbezogenheit (z. B. Anspruchsdenken, Erwartung der Bewunderung durch andere, positives oder negatives aufmerksamkeitsheischendes Verhalten, Beschäftigung mit den eigenen Bedürfnissen, Wünschen und dem eigenen Wohlbefinden und nicht mit denen anderer); und mangelnde Empathie (d. h., Gleichgültigkeit in Bezug darauf, ob die eigenen Handlungen anderen Unannehmlichkeiten bereiten oder sie verletzen, was sich in betrügerischem, manipulativem und ausbeuterischem Verhalten gegenüber anderen, Gemeinheit und körperlicher Aggression, Gefühlskälte gegenüber dem Leiden anderer und Rücksichtslosigkeit bei der Durchsetzung der eigenen Ziele äußern kann).
Coding note
Diese Kategorie sollte NUR in Kombination mit einer Kategorie der Persönlichkeitsstörung (leichtgradig, mittelgradig oder schwergradig) oder der Persönlichkeitsproblematik verwendet werden.