Intermittierende explosible Störung
Definition
Die intermittierende explosible Störung ist durch wiederholte kurze Episoden verbaler oder körperlicher Aggression oder Zerstörung von Eigentum gekennzeichnet, die darauf beruhen, dass aggressive Impulse nicht adäquat kontrolliert werden können. Die Intensität des Ausbruchs oder das Ausmaß der Aggressivität stehen nicht im Verhältnis zur (vermeintlichen) Provokation oder dem Stress auslösenden psychosozialen Ereignis. Die Symptome lassen sich nicht besser durch eine andere psychische, verhaltensbezogene oder neuromentale Entwicklungsstörung erklären und sind nicht Teil eines Musters chronischer Wut und Reizbarkeit (z. B. bei oppositionellem Trotzverhalten). Das Verhaltensmuster ist so schwerwiegend, dass es zu einer bedeutsamen Beeinträchtigung in persönlichen, familiären, sozialen, ausbildungsbezogenen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen führt.