Die Mikulicz-Krankheit ist eine von Johann von Mikulicz 1892 erstmals beschriebene Erkrankung, die durch eine symmetrische Schwellung der Tränendrüse, der submandibulären Drüse und der Ohrspeicheldrüse mit massiver Infiltration dieser Drüsen durch mononukleäre Zellen gekennzeichnet ist. Serum-Autoantikörper, wie z. B. Anti-Ro/SSA, sind in der Regel negativ und die Serum-IgG4-Konzentration kann erhöht sein. Im Gegensatz zum Sjögren-Syndrom ist das IgG4-Mikulicz-Syndrom durch die Bildung von lymphoiden Follikeln gekennzeichnet, zeigt aber eine geringere lymphozytäre Infiltration der Speicheldrüsengänge, so dass deren Struktur intakt bleibt.