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1D60.0 category

Ebolakrankheit

Definition

Eine schwere Krankheit mit hoher Sterblichkeitsrate, die durch eine Infektion mit einem Virus der Gattung Orthoebolavirus verursacht wird. Die Ebola-Krankheit ist typischerweise durch akutes Fieber mit unspezifischen Symptomen/Anzeichen (z. B. Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Unwohlsein, Myalgie, Halsschmerzen) gekennzeichnet, auf die in der Regel einige Tage später Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und gelegentlich ein variabler Hautausschlag folgen. Schluckauf kann auftreten. Schwere Erkrankungen können hämorrhagische Manifestationen (z. B. Blutungen an Einstichstellen, Ekchymosen, Petechien, viszerale Ergüsse), Enzephalopathie, Schock/Hypotonie, Multiorganversagen und Spontanabort bei infizierten Schwangeren umfassen. Zu den häufigen Laborbefunden gehören Thrombozytopenie, erhöhte Transaminasekonzentrationen, Elektrolytstörungen und Anzeichen einer Nierenfunktionsstörung. Bei Personen, die genesen, können anhaltende Folgeschäden auftreten (z. B. Gelenkschmerzen, neurokognitive Dysfunktion, Uveitis, manchmal gefolgt von Kataraktbildung). Bei einigen genesenen Personen wurde eine unterschiedlich lange Viruspersistenz in immunprivilegierten Kompartimenten (z. B. ZNS, Augen, Hoden) festgestellt. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt durch direkten Kontakt mit Blut, anderen Körperflüssigkeiten, Organen oder kontaminierten Oberflächen und Materialien, wobei das Risiko mit dem Auftreten klinischer Symptome beginnt und mit zunehmender Schwere der Erkrankung steigt. Besonders gefährdet sind Familienmitglieder, Angehörige der Gesundheitsberufe oder andere an der Patientenversorgung beteiligte Personen sowie Personen, die in direktem Kontakt mit dem Verstorbenen stehen. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 7–11 Tage (Bereich ≈2–21 Tage).

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