Akutes Telogeneffluvium ist ein akut einsetzender Haarausfall der Kopfhaut, der zwei bis drei Monate nach einer auslösenden, oft lebensbedrohlichen Belastung auftritt, die das normale anagene Haarwachstum unterbricht. Es tritt häufig bei Überlebenden auf, die aufgrund einer schweren Sepsis, eines Blutverlusts, einer entzündlichen Erkrankung oder eines Traumas intensivmedizinisch behandelt werden mussten. Es kann auch die Folge von akutem Hunger sein. Eine große Anzahl von Anagenhaaren wird in Telogen umgewandelt und fällt zwei bis drei Monate später aus, was zu einer diffusen Alopezie führt.