Arzneimittelinduzierte Myopathie
Definition
Bei der arzneimittelinduzierten Myopathie handelt es sich um eine Myotoxizität, die durch die Einnahme von Arzneimitteln verursacht wird und zu Muskelverletzungen führt. Zwei Formen der arzneimittelinduzierten Myopathie sind besonders gut bekannt. Die erste ist die Myopathie, die durch Lipidsenker wie Fibrinsäurederivate, HMG-CoA-Reduktasehemmer (Statine) und Niacin (Nikotinsäure) verursacht wird. Zu den Reaktionen gehören alle Kombinationen von Muskelschmerzen, Krämpfen, Empfindlichkeit oder Schwäche. Anzeichen für eine Toxizität sind eine erhöhte Serumkreatininkinase, Myalgie, belastungsabhängige Schmerzen, Rhabdomyolyse und Myoglobinurie. Der zweite Typ ist die Glukokortikoid-Myopathie, die bei chronischer Verabreichung oder als akute quadriplegische Myopathie nach hochdosierter intravenöser Glukokortikoid-Verabreichung auftritt und zu einer Schwäche der proximalen Muskeln und Nackenbeuger führt.
Also indexed as
Nearby in Sekundäre Myopathien
8C81Autoimmune Myopathie8C82Myopathie bei bestimmter näher bezeichneter infektiöser oder parasitärer Erkrankung8C83Myopathie bei bestimmter näher bezeichneter endokriner Erkrankung8C84Sekundäre Rhabdomyolyse7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen7B2ZSchlaf-Wach-Störungen, nicht näher bezeichnet