Läsionen des Plexus lumbosacralis
Definition
Der Plexus lumbalis wird von den vorderen primären Ästen der lumbalen Spinalnerven L1 bis L4 gebildet und der Plexus sacralis von den vorderen primären Ästen der Spinalnerven L4, L5, S1, S2 und S3. Der lumbale Plexus kommuniziert mit dem sakralen Plexus über die anteriore Teilung von L4. Der lumbosakrale Plexus kann durch eine Vielzahl von Erkrankungen wie direkte Invasionen durch Neubildungen (z. B. von Zervix, Prostata, Blase, Kolorektum, Niere, Ovar) oder Funktionsstörungen aufgrund anderer Ursachen wie Diabetes mellitus, Vaskulitis und Strahlenschäden betroffen sein. Die Schädigung kann auch idiopathisch sein. Bei lumbalen Plexusläsionen besteht eine Schwäche der Hüftbeugung, Kniestreckung und Hüftadduktion. Die Sensibilität kann in der Leistengegend, über den Genitalien, dem lateralen, anterioren und medialen Oberschenkel und auf der medialen Seite des Unterschenkels verloren gehen; der Kniesehnenreflex kann vermindert oder fehlend sein. Bei Sakralplexusläsionen besteht eine Schwäche der Hüftstrecker und -abduktoren, der Kniebeuger, der Plantarflexoren des Knöchels und der Dorsalflexoren; Sensibilitätsverluste finden sich auf der Rückseite des Oberschenkels, der anterolateralen und hinteren Seite des Beins unterhalb des Knies und der dorsolateralen und plantaren Oberfläche des Fußes. Der Achillessehnenreflex ist reduziert oder fehlt.
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