Meningitis durch Cryptococcus neoformans
Definition
Eine Entzündung der Pia mater und Arachnoidea und des Liquor cerebrospinalis in Verbindung mit dem Pilz Cryptococcus neoformans. Die Atemwege sind üblicherweise die Eintrittsstelle, die Meningitis kann nach Dissemination in die Meningen aus der Lunge auftreten. Die Meningitis durch Cryptococcus neoformans neigt dazu, bei Patienten mit einer defekten zellulären Immunität aufzutreten. Die Meningitis entwickelt sich für gewöhnlich subakut, kann aber auch akut auftreten. Die klinischen Anzeichen umfassen Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen, Meningismus, Sehstörungen, einen veränderten Geisteszustand, Krampfanfälle und einen erhöhten intrakranialen Druck. Kopfschmerzen, Fieber und Nackensteifigkeit können auch fehlen. Die Diagnose erfolgt durch mikroskopische Untersuchung des Liquor cerebrospinalis, Liquor- und Blutkultur und Latexagglutinationstests, um das kapsuläre Polysaccharid-Antigen in Liquor und Blut nachzuweisen. Der Erreger kann durch Gramfärbung oder Tuschefärbung sichtbar gemacht werden. Im Liquor cerebrospinalis zeigt sich für gewöhnlich eine variable Pleozytose der Lymphozyten, eine niedrige Glukosekonzentration und eine hohe Proteinkonzentration.