Fraktur des Processus condylaris mandibulae
Definition
Frakturen des Processus condylaris sind Frakturen ober- oder unterhalb einer Linie, die durch die Loukota-Linie (Sigmoid-Notch-Linie) und die Masseter-Notch-Linie begrenzt wird. Der Processus condylaris mandibulae umfasst drei Frakturebenen und ist unterteilt in Kondylenkopf, Kondylenhals und Kondylenbasis. Frakturen des Kondylenkopfes zeigen typische Frakturspalten entweder im lateralen Polbereich, was zu einem vertikalen Höhenverlust führen kann, oder aber medial zum Polbereich, wobei in der Regel keine Beeinträchtigung des Verhältnisses des vertikalen Kondylus zur Kiefergelenkscheibe und der Fossa auftritt. Frakturen des Kondylenhalses und der Kondylenbasis können gemäß den radiologischen Regeln in Bezug auf den Anteil der Frakturspalten über und unter dem Sigmoid Notch abgegrenzt werden. Sie werden grundsätzlich abhängig vom Vorhandensein oder Fehlen einer Verschiebung oder Luxation unterteilt. Weitere Parameter für die Definition sind das Vorhandensein oder Fehlen von Zertrümmerung, seitlicher Verschiebung (medial oder lateral), Angulation des oberen Hauptfragments sowie die Geometrie der Frakturstelle (z. B. gerade oder schräg, interfragmentäre Verzahnung).
Exclusions
- Fraktur des Processus subcondylaris mandibulae
(NA02.71) - Fraktur des Ramus mandibulae
(NA02.73)
Also indexed as
Nearby in Unterkieferfraktur
NA02.71Fraktur des Processus subcondylaris mandibulaeNA02.72Fraktur des Processus coronoideus mandibulaeNA02.73Fraktur des Ramus mandibulaeNA02.74Fraktur des Angulus mandibulaeNA02.75Fraktur des Alveolarfortsatzes des UnterkiefersNA02.76Fraktur der Symphysis mandibulae7B2YSonstige näher bezeichnete Schlaf-Wach-Störungen7B2ZSchlaf-Wach-Störungen, nicht näher bezeichnet