Funktionell univentrikuläres Herz
Definition
Der Begriff "funktionell univentrikuläres Herz" beschreibt ein Spektrum angeborener kardiovaskulärer Fehlbildungen, bei denen sich der ventrikuläre Teil des Herzens nicht ohne weiteres in eine ventrikuläre Pumpe für den systemischen Kreislauf und eine andere für den Lungenkreislauf aufteilen lässt. Zusatzinformationen: Ein Herz kann aufgrund seiner Anatomie oder wegen der fehlenden Durchführbarkeit oder Unzweckmäßigkeit einer chirurgischen Aufteilung des ventrikulären Teils des Herzens funktionell univentrikulär sein. Zu den häufigen Läsionen dieser Kategorie gehören der rechte Doppeleinstromventrikel (double inlet right ventricle - DIRV), der linke Doppeleinstromventrikel (double inlet left ventricle - DILV), die Trikuspidalatresie, die Mitralatresie und das hypoplastische Linksherzsyndrom. Zu den anderen Läsionen, die manchmal als funktionell univentrikuläres Herz angesehen werden können, gehören komplexe Formen des atrioventrikulären Septumdefekts, ein rechter Doppelausstromventrikel, eine kongenital korrigierte Transposition der großen Arterien, eine Pulmonalatresie mit intaktem Ventrikelseptum und sonstige kardiovaskuläre Fehlbildungen. Wann immer möglich, sollten spezifische Diagnosekodes und nicht der Begriff "funktionell univentrikuläres Herz" verwendet werden.
6 subordinate codes
Nearby in Strukturelle Entwicklungsanomalie des Herzens oder der großen Gefäße
LA80Abnorme Lage oder Orientierung des HerzensLA81Abnormes KlappenverhältnisLA82Situs inversusLA83RechtsisomerieLA84LinksisomerieLA85Angeborene Anomalien der atrioventrikulären oder ventrikuloarteriellen VerbindungLA86Angeborene Fehlbildung einer mediastinalen VeneLA87Angeborene Fehlbildung einer atrioventrikulären Klappe oder eines atrioventrikulären Septums