Scharlach
Definition
Scharlach ist eine Krankheit, die durch Exotoxine verursacht wird, die von beta-hämolytischen Streptokokken der Gruppe A freigesetzt werden. Sie tritt am häufigsten in Verbindung mit Streptokokken-Tonsillitis oder Pharyngitis auf. Die Mehrzahl der Fälle tritt im Kindesalter auf. Sie ist gekennzeichnet durch plötzlich auftretende Halsschmerzen, Kopfschmerzen, hohes Fieber, Anorexie, Übelkeit und Unwohlsein. Der Ausschlag tritt 12-48 Stunden nach Fieberbeginn als konfluierendes, raues Erythem auf, das zunächst den Hals, die Brust und die Achselhöhlen betrifft, sich aber bald generalisiert. Der Ausschlag wird auf Druck blass, verschont die Haut um den Mund ("zirkumorale Blässe") und wird mit einem "Sonnenbrand mit Gänsehaut" verglichen. Im Mund gibt es nicht nur Anzeichen für eine Streptokokken-Pharyngotonsillitis, sondern auch für eine Glossitis (Erdbeerzunge). Der Ausschlag beginnt drei bis vier Tage nach dem Ausbruch zu verblassen, wobei vor allem Hände und Füße von der Schuppung betroffen sind. Scharlach kann zu einer Reihe von Komplikationen führen, darunter akute Glomerulonephritis und rheumatisches Fieber.
Inclusions
- Scarlatina o.n.A.
Exclusions
- Staphylokokken-induzierter Scharlach
(EA50.3) - Streptokokkenpharyngitis
(1B51)